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Rigi Kaltbad - Hochflue

Schweiz > Wanderungen

Wanderung Rigi Kaltbad - Hochflue ****(*)

Dauer der Wanderung: 6 h.
Höhenmeter: 900 m aufwärts, 1200 m abwärts
Top: Atemberaubende und wechselnde Aussicht auf Seen und Berge, gut mit Restaurants und Bahn erschlossen.
Flop: Erster Teil sehr touristisch, Abstieg von Hochflue nach Osten gefährlich!

Beschreibung: Von Weggis immer zur halben und vollen Stunde eine Seilbahn nach Kaltbad. Ab dort geht der Weg auf dem ehemaligen Bahntrasse Richtung Scheidegg. Als Alternative kann man den momentan gesperrten aber problemlos begehbaren Felsenweg nehmen, der südwestlich am Schild vorbeigeht. Es folgt ein Aufstieg zum Dossen mit herrlicher Aussicht in alle Richtungen. Ab da geht der Weg zuerst leicht hinunter, dann ziemlich eben zur Rigi Scheidegg mit einem angenehmen Restaurant. Ab dort gibt’s eine Seilbahn um nach Goldau zu gelangen. Unser Weg führt aber weiter auf dem Rigigrat hinunter zum Gätterli. Dort liegt eine Beiz mit schöner Sonnenterrasse.
Vom Gätterli würde ein direkter Weg auf die Hochflue führen. Wir nahmen aber denjenigen über das Scharteggli und dann von Südwesten hinauf auf die Kalkfelsen der Hochflue. Die Aussicht auf dem Weg ist unvergleichlich. Der Schwierigkeitsgrad ist angemessen obwohl ganz leichte Kletterpartien drin sind, die aber alle mit Seilen versehen sind.
Vom Gipfel hat man dann eine atemberaubende Aussicht in alle Richtungen, die ich zu den schönsten je gesehenen zählen würde. Ein Muss also wer Aussicht auf Seen und Schneeberge liebt. Der Abstieg Richtung Nordosten ist aber nicht für normale Wanderer gedacht. Es gibt aus gutem Grund keinen Wegweiser für diesen Weg. Die erste Passage ist problemlos, dann erfolgt aber ein steiler Abstieg, der mit einem Seil und Eisenstangen gesichert ist. Danach geht es jedoch erst richtig los. Wenn man auf den abschüssigen Grasbändern und Schutthalden ins Rutschen gerät ist man verloren, da das Gelände nach unten immer steiler wird. Danach geht der Weg auf einem sehr schmalen Grat steil nach unten. Immer wieder muss geklettert werden. Verfehlt man einen Tritt oder kann sich nicht richtig an einer Baumwurzel festhalten stürzt man in die Tiefe! Der weg ist also nur für schwindelfreie Kletterer empfehlenswert. Das letzte Stück, das hinunter zur Seilbahn führt ist wieder ein sicherer Weg. Mit der kleinen Gondelbahn kommt man für 11 Franken hinunter nach Brunnen. Der Bahnhof ist aber noch gut 20 Minuten von der Talstation entfernt.

Eine Vernünftige Variante der Wanderung wäre von der Hochflue wieder zurück zum Gätterli oder von Brunnen hinauf zur Hochflue zu gehen, was allerdings ziemlich viel Höhendifferenz ist.


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